SIMBA – Damit kein Kind mit seiner Geschichte allein bleibt

SIMBA – Psychologische Hilfe, die ankommt
Manchmal erzählt ein Blick in die Augen eines Kindes unerzählte Geschichten. Im SOS-Kinderdorf Düsseldorf leben Kinder und Jugendliche, die Brüche, Trennungen oder traumatische Erfahrungen erlebt haben. Sie bringen Sorgen mit, die sie nicht allein bewältigen können.
Die engagierten Sozialpädagog:innen im Kinderdorf leisten hier Beeindruckendes: Sie geben Halt, schaffen Sicherheit, schenken ein verlässliches Zuhause. Doch manchmal reicht das nicht aus. Wenn Ängste den Alltag bestimmen, wenn traumatische Erinnerungen zurückkehren oder wenn ein Kind dringend therapeutische Hilfe braucht, dann braucht es psychologische Fachkompetenz – und zwar sofort.
Genau hier klaffte lange eine Lücke. Denn das Kinderdorf beschäftigte keine eigenen Psycholog:innen, und Termine bei kassenärztlichen Praxen bedeuteten oft monatelanges Warten. Für Kinder in akuten Krisen ist das eine Ewigkeit.
Ein neuer Weg: SIMBA
Mit dem Projekt SIMBA, das wir gemeinsam mit dem SOS-Kinderdorf Düsseldorf gestartet haben, hat sich diese Situation grundlegend verändert. Dank unserer Förderung konnte eine erfahrene Kinderpsychologin eingestellt werden, die exklusiv für die Kinder und Jugendlichen des Kinderdorfs da ist – in den Kinderdorffamilien, den stationären Wohngruppen und im Verselbstständigungsprogramm.
Durch SIMBA erhalten die Kinder jetzt zeitnah und kontinuierlich psychologische Unterstützung – individuell, nachhaltig und, wenn nötig, auch kurzfristig. Akute Krisen können aufgefangen, traumatische Erfahrungen aufgearbeitet und Entwicklungswege wieder eröffnet werden.
Die therapeutische Arbeit ist dabei bindungsorientiert, trauma- und bedürfnisorientiert – drei Säulen, die den Kindern vermitteln: Du bist nicht allein. Jemand sieht dich. Jemand hört zu.
Warum der Name SIMBA?
Der Name ist bewusst gewählt – in Anlehnung an die Geschichte von Disneys „König der Löwen“. Dort muss der junge Löwe Simba nach einem dramatischen Vorfall, noch als Kind, sein Rudel und seine Familie verlassen. Er fühlt sich verloren, einsam und ohne Halt – bis er mit Pumbaa und Timon zwei Gefährten findet, die für ihn zu einer Ersatzfamilie werden, ihn stärken und ihm helfen, den Weg zurück ins Leben zu finden.
Ganz ähnlich ist es im SOS-Kinderdorf Düsseldorf: Auch hier leben Kinder, die gezwungen waren, ihre Familie zu verlassen, die aber den familiären Zusammenhalt brauchen, um gesund aufzuwachsen. In den Kinderdorffamilien und Wohngruppen finden sie eine vergleichbare Umgebung – feste Bezugspersonen, die wie eine Ersatzfamilie für sie da sind, Verlässlichkeit schenken und den Kindern helfen, Vertrauen ins Leben zurückzugewinnen.
SIMBA steht damit für psychologische Hilfe und zugleich für ein Zuhause, das Halt, Sicherheit und neue Stärke schenkt.
Biografiearbeit: Auf dem Weg zur eigenen Geschichte
Ein besonderer Schwerpunkt der psychologischen Begleitung liegt in der Biografiearbeit. Viele Kinder im SOS-Kinderdorf kennen ihre Herkunft nur bruchstückhaft oder tragen Fragen mit sich, die schmerzhaft offen bleiben: Warum lebe ich hier? Wer hat früher für mich gesorgt? Was ist mit meiner Familie passiert?
Biografiearbeit bietet Raum, Antworten zu suchen, Erinnerungen zu ordnen und die eigene Lebensgeschichte sichtbar zu machen – in Bildern, Texten oder Gesprächen. Für die Kinder entsteht dadurch Orientierung, ein stärkeres Selbstwertgefühl und die Erfahrung: Meine Geschichte gehört zu mir – und ich darf sie annehmen.
Erste Wirkung: Wenn Kinder sich öffnen
Bereits nach kurzer Zeit zeigt sich, wie wichtig SIMBA ist. In akuten Situationen können Kinder sofort aufgefangen werden. Einzelgespräche, Kriseninterventionen und kontinuierliche Begleitung schaffen Sicherheit und Vertrauen. Viele Kinder erleben zum ersten Mal, dass ihre innere Not ernst genommen wird.
Auch die pädagogischen Fachkräfte profitieren: In Fallbesprechungen, Teamsitzungen und durch kollegiale Beratung fließt psychologisches Fachwissen ein, das den Alltag erleichtert und die Kinder noch gezielter unterstützt.
Warum die Stiftung SIMBA fördert
Die Margarete-Breuer-Stiftung setzt sich für Kinder und Jugendliche ein, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens geboren wurden. Unser Ziel ist es, sie zu stärken, zu befähigen und ihnen Wege in eine selbstbestimmte Zukunft zu eröffnen.
Mit SIMBA schließen wir gemeinsam mit dem SOS-Kinderdorf Düsseldorf eine entscheidende Lücke: Kinder und Jugendliche erhalten genau dann psychologische Hilfe, wenn sie sie brauchen – nicht erst nach Monaten des Wartens. Damit wird die Grundlage geschaffen, dass sie trotz schwieriger Erfahrungen gesund aufwachsen und ihre Zukunft in die Hand nehmen können.









