Unterstützung für Geflüchtete aus der Ukraine – das Projekt MBS.UA

MBS.UA – das Ukrainehilfe Projekt der Stiftung hilft ankommenden Kriegsflüchtlingen in Düsseldorf 

Seit Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine im Jahr 2022 engagiert sich die Margarete-Breuer-Stiftung im Bereich der Flüchtlingshilfe unter dem Projektnamen MBS.UA. Im Mittelpunkt stehen dabei Menschen, die vor dem Krieg aus der Ukraine nach Düsseldorf geflüchtet sind.

Was als humanitäre Soforthilfe begann – mit Nahrungsmitteln, Kleidung, medizinischer Unterstützung und Begleitung bei Behördengängen – hat sich im Laufe der Zeit zu einem vielschichtigen und lebendigen Projekt entwickelt. Von Anfang an war klar: Die Art der Unterstützung muss sich an den sich ständig verändernden Bedürfnissen der Menschen orientieren, nicht an starren Strukturen.

In der ersten Phase stand die akute Notversorgung im Vordergrund. Die Menschen kamen oft mit nichts in der Hand, waren nicht in den sozialen Sicherungssystemen Deutschlands angekommen, konnten die Sprache nicht verstehen und waren häufig durch Krieg, Flucht und den abrupten Bruch ihres bisherigen Lebens schwer belastet. Neben dem Bereitstellen von Lebensnotwendigem war es unser Anliegen, ihnen beim Ankommen in einer fremden Umgebung Sicherheit und Orientierung zu geben – durch persönliche Begleitung, praktische Hilfe im Alltag und Raum für Begegnung.

Mit der Zeit verschoben sich die Bedürfnisse. Es ging nun zunehmend um Orientierung und Stabilisierung: Deutschkurse, interkulturelle Unterstützung, psychosoziale Angebote, Hilfe beim Zugang zu Bildung und Arbeit. MBS.UA wurde zu einer Art Brücke zwischen Kulturen, zwischen Systemen, zwischen Fremdheit und Ankommen.

Heute – mehr als zwei Jahre nach Beginn des Krieges – liegt der Schwerpunkt des Projekts auf Selbstorganisation, Teilhabe und kultureller Verankerung. Im „Haus der ukrainischen Freundschaft“ in Düsseldorf haben geflüchtete Ukrainer:innen einen Ort geschaffen, an dem sie selbst aktiv werden: Sie organisieren Workshops, unterstützen einander, gestalten Freizeit- und Bildungsangebote und teilen ihre Kultur mit anderen. Das Projekt hat sich von einem Hilfsangebot zu einem offenen Mitmachraum entwickelt, in dem Integration nicht bedeutet, sich aufzugeben, sondern anzukommen und sich einzubringen.

Diese Entwicklung ist kein Zufall, sondern Ergebnis eines bewussten Förderansatzes: Menschen stark machen – nicht nur versorgen. Die Margarete-Breuer-Stiftung versteht sich hier nicht als alleinige Akteurin, sondern als Partnerin auf Augenhöhe, die begleitet, unterstützt, ermöglicht.

Mehr Informationen über die stiftungseigene Initiative erfahren Sie hier.